Notfallplan f√ľr personale Engp√§sse

Um eine gute p√§dagogische Betreuung der Kinder in unserer Kita zu gew√§hrleisten, m√ľssen in der Gestaltung des Dienstplans/Arbeitsalltag auch ‚Äěschwierigen‚Äú Zeiten Beachtung finden.

Durch das Fehlen mehrerer pädagogischen Fachkräfte durch evtl.:

  • Urlaub
  • Fortbildung
  • Krankheit
  • Ergeben sich Engp√§sse in der Kontinuit√§t der Tagesabl√§ufe.
  • Die Rituale, die den Kindern Sicherheit und Vertrauen geben, stehen in diesen Zeiten nur vermindert zu Verf√ľgung. Das bedingt einige Konsequenzen, die in der p√§d. Arbeit mit den Kindern Auswirkungen haben.

Diese sind unter anderem:

  • Minderung / Wegfall von Teilen des p√§d. Angebots. (z.B. Projektgruppen, Ausfl√ľge‚Ķ‚Ķ.)
  • Aufbau von √úberstunden einiger Mitarbeiter/innen, hei√üt Mitarbeiter/innen bekommen in diesen Fall, bei Pausenzeitreduzierung, diese als Arbeitszeiten gez√§hlt.
  • √úberstundenabbau in ‚ÄěKinderarmen Zeiten‚Äú
  • Urlaubssperre f√ľr neuen Urlaub in dieser Zeit des Personalengpasses
  • Verschiebung von Dienstzeiten der Mitarbeiter/innen (Vor -Nachmittagszeiten z.B. Teilzeitkr√§fte)
  • Wegfall von Vorbereitungszeiten-, Leitungszeiten der stellv. Leitung und im Nachgang auch der Leitungszeiten der Leitung f√ľr Dinge die aufzuschieben sind.
  • Bereichs.-Gruppenzusammenlegung
  • Wegfall von vielleicht schon gebuchten Fortbildungsangeboten, auch wenn dem Tr√§ger dadurch Kosten entstehen
  • Verschiebung von Pausen
  • √Ėffnungszeitreduzierung
  • Notgruppen
  • Schie√üung der Einrichtung

 

Begriffserklärung und Empfehlungen

Unterscheidung Aufsichtspflicht und Auftrag der Kindertageseinrichtungen ist grundsätzlich zu unterscheiden zwischen

  1. Den f√ľr den Auftrag der Kindertageseinrichtungen zur Erziehung und Bildung (vgl. ¬ß22 SGB VIII) erforderlichen Voraussetzungen,
  2. Der Sicherstellung des f√ľr das Kindeswohl erforderlichen Mindestpersonalschl√ľssel (vgl. ¬ß34 (1)1. HKJGB bzw. ¬ß¬ß2+4 LVO RLP
  3. Der Gewährleistung der Aufsichtspflicht (vgl. §832 BGB).

 

Diese werden geregelt durch:

  1. Den vom Tr√§ger bzw. Tr√§gerverband in Abstimmung mit dem zust. Jugendamt festgesetzten Personalschl√ľssel
  2. Die Mindestpersonalbemessung nach der Landesverordnung zur Ausf√ľhrung des Kindertagesst√§ttengesetz (RLP) und
  3. Die Reglung des f√ľr die Gew√§hrleitung der Aufsichtspflicht zust√§ndigen Tr√§ger f√ľr das von ihm hierf√ľr eingesetzte Personal

 

F√ľr unser Haus gelten aufgrund des Konzeptes folgende Grunds√§tze:

  • Au√üerhalb der Ferienzeit d√ľrfen nur 2 ‚Äď 3 Personen in Urlaub oder auf Fortbildung gehen. Hierbei muss abgekl√§rt sein, welche Personen auf Abruf zu erreichen sind
  • Praktikanten und Personen √ľber dem Stellenplan, sind nicht im Notfall zu ber√ľcksichtigen. Sie k√∂nnen aber zu Aufrechterhaltung der Kita mit einbezogen werden.
  • Bei voller Belegung der Kinderzahlen muss jeder Bereich/ Gruppe √ľber die gesamte Kernzeit besetzt sein
  • Bei 6 Gruppen/Bereichen hei√üt das, das bei weniger als 12 Personen Fachpersonal, die Vollzeit arbeiten k√∂nnen, die √Ėffnungszeit auf max. 8h pro Tag verringert werden muss.
  • Ebenso k√∂nnen in dieser Zeit keine extra Angebote z.B. Ausfl√ľge stattfinden.
  • Bei √ľberwiegendem Fehlen von Vollzeitkr√§ften z.B. Krankheit und Fortbildung, kann die Kita kurzfristig ab 14:00 Uhr geschlossen werden wenn,
  1. a) keine Teilzeitkr√§fte den Dienst kurzfristig √ľbernehmen k√∂nnen
  2. b) wenn aus Erfahrung schon weniger Kinder kommen z.B. Ferienzeit
  3. c) es keine Teilzeitkr√§fte den Dienst gibt, die den Dienst √ľbernehmen k√∂nnen
  • die Leitung und die stellv. Leitung d√ľrfen nicht gleichzeitig in Dauerurlaub (1 ‚Äď 3 Wochen) gehen
  • die Leitung oder stellv. Leitung auch im Urlaub, Krankheit, Fortbildung angerufen werden kann ( es ist bekannt wer angerufen kann oder angerufen werden soll)
  • fehlt das gesamte Krippenpersonal, d√ľrfen die √ú2 Kinder in der Kita mitlaufen. Die Kinder unter 2 Jahren m√ľssen dann zu Hause bleiben.

 

Folgende Ma√ünahmen sollen vorbeugend gepr√ľft und umgesetzt werden, um im Bedarfsfall schnell handlungsf√§hig zu sein.

Der Notfallplan ist in mehrere Stufen eingeteilt.

1. Stufe

Fehlen von bis 1 ‚Äď 3 p√§d. Fachkr√§ften durch unvorhergesehene Krankheit muss am selbigen Morgen durch die Leitung bzw. stellv. Leitung gekl√§rt werden:

1.1.: Wie viele Fachkraftstunden fallen f√ľr welchen Zeitraum aus?

1.2.: Sind Fr√ľhdienst, Sp√§tdienst, Mittagessensdienst oder Pausen betroffen und wer √ľbernimmt die ¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†Aufgaben der Erzieher/in?

1.3.: bei Krankheit einer Vollzeitkraft kann es zu Verschiebungen der Dienstzeiten der Teilzeitkräfte und zum Aufbau von Überstunden der vertretenden Mitarbeiter/innen  kommen.

1.4.: Wer kann aus dem Urlaub geholt werden, da er/sie seine Abrufbarkeit angek√ľndigt hat.

 

2. Stufe

Bei Fehlen ab 4 ‚Äď 7 p√§d. Fachkr√§fte durch Krankheit, Urlaub oder geregelter Fortbildung

Tritt Punkt 1.1. bis 1.3. in Kraft sowie:

2.1.: Die Leitung und die Stellvertretung sind befugt, dass sie zur Aufrechterhaltung des Betriebes, wenn n√∂tig ab dem ersten Tag Vertretungskr√§fte einzusetzen. Sie informiert den Tr√§ger der Kita, den Vorsitzende/n des Elternausausschuss per Telefon oder Mail. Informiert VG-Rhein-Selz (Personalabteilung) √ľber den Bedarf von Vertretungskr√§ften. Steht keine Vertretungskraft zu Verf√ľgung darf auch ein Mitarbeiter √ľber eine Zeitarbeitsfirma in Anspruch genommen werden.

2.2.: Ist keine Vertretungskraft sofort verf√ľgbar, muss evtl. die √Ėffnungszeit reduziert werden, ggf. muss wird eine Notgruppe errichtet werden.

2.3.: Neue Urlaubsw√ľnsche k√∂nnen in dieser Zeit nicht ber√ľcksichtigt werden.

2.4.: Wenn möglich werden die Kinder aus verschiedenen Bereichen zusammen gelegt.

‚Üí Hier darf die normale Gruppengr√∂√üe nicht √ľberschritten werden.

→Wenn U3-Kinder anwesend sind, darf die Gruppengröße nur 20 Kinder betragen.

 

3. Stufe

Beim Fehlen ab 8 ‚Äď 10 p√§d. Fachkr√§ften:

3.1.: werden mehrere Vertretungskräfte von außen angefordert. Siehe Punkt 2.1.

3.2.: sind keine Vertretungskr√§fte verf√ľgbar und auch keine Zusammenlegung in einer Gruppe m√∂glich, wird entweder eine Hausnotgruppe (Kiga-Krippe) eingerichtet bis max. 40 Kinder und

mind. 4 päg. Fachkräften.

3.3.: Ist dies auch nicht m√∂glich wird die Einrichtung vor√ľbergehend geschlossen. (Eltern werden per Rundruf informiert)

3.4.: Personal das dann noch zur Verf√ľgung steht hat folgende Aufgaben und Optionen:

 

Verpflichtend:

3.4.1.: – Desinfektion der gesamten Einrichtung inkl. Mobiliar ( 1- 2 Tage)

3.4.2.: – Aufr√§umen von: Schr√§nken, Materialr√§umen, Vorratsr√§umen, B√ľcherraum, Spieleraum,‚Ķ.

 

Optional:

4.4.3.: – Vorbereitungsaufgaben f√ľr Bezugskinder, Vorbereitungsaufgaben f√ľr Projekte.

3.4.4.: – Weiterf√ľhren, Ausarbeiten, √úberarbeiten von Auftr√§gen aus der Konzeption

3.4.5.: – Lesen von Fachliteratur

3.4.6.: – Urlaub oder √úberstunden abbauen

 

Alle diese Aufgaben und Optionen m√ľssen dokumentiert werden im Arbeitsnachweis/Monatszettel und Teambuch.

 

Hier√ľber muss der Tr√§ger,

der Elternausschussvorsitz,

die Fachberatung Fr. Engel,

die Fachbereichsleitung  der VG Fr. Fischer-Raquet,

Landesjugendamt Fr. Knobloch,

Kreisjugendamt Fr. Gallon,

informiert werden.

 

Der Notfallplan muss jedes Jahr neu √ľberpr√ľft werden, da sich der Personalschl√ľssel durch Ver√§nderungen der Kita √§ndern kann.

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